|
Netzwerkerin für ein nachhaltiges LebenAnnegret Torspecken verbindet Menschen und Projekte Fernsehen und andere Medien machten mich wütend, Ausgehen langweilte mich und Urlaub bekam einen bitteren Beigeschmack... Das Jahr 1990 war für die in einer Kleinstadt in Westfalen geborene Annegret Torspecken eine ganz persönliche Wende. Sie machte sich selbständig und datiert auch den Beginn ihrer spirituellen Entwicklung auf diesen Zeitpunkt.
Bis meine Suche nach dem Selbst begann, hatte ich einen ganz normalen Lebenslauf eines kulturell
Kreativen, erzählt sie. Über Sinn und Unsinn habe sie nie nachgedacht. Nach einer
kaufmännischen Ausbildung war sie 21jährig für zwei Jahre nach London gegangen. Zunächst als
Au-pair, später zum Sprachstudium. Nebenbei jobbte sie. Und doch muss bereits damals etwas ihr
Gespür für individuelle Werte geschärft haben:
Die Neugier hat meinen beruflichen Werdegang am meisten beeinflusst, lacht sie. Eine Auszeichnungsveranstaltung beim Oktoberfest machte ihr Geschmack auf München. Sie blieb in der Stadt. Später baute sie mit einem Kollegen eine deutsche GmbH für ein englisches Softwarehaus auf. Organisation ist meine Stärke und vernetztes Denken und Arbeiten kommt mir heute noch zugute, begründet sie. Als man ihr in dieser Männerdomäne keine Führungsposition geben wollte, machte sie sich mit Beratung und Schulung des ihr vertrauten Produktes selbstständig. Das war vor 20 Jahren und gab ihr die Gelegenheit, sich auch mit anderen Dingen zu beschäftigen. Psychologie und Psychotherapie beispielsweise, aber auch Kinesiologie, Atemtherapie oder Meditation. Sie ließ sich in Gesang ausbilden und schnupperte in Grenzwissenschaften. Machte verschiedene Ausbildungen in alternativen Heilverfahren und eröffnete ein Ladengeschäft – um schließlich zu realisieren, dass ein therapeutischer Weg nicht der ihre sei. Als Verlagsangestellte nutzte sie einige Jahre ihr Wissen und ihre Kontakte, um wegweisende Bücher prominenter Vorreiter auf dem Gebiet der Spiritualität bekannt zu machen, betreute Kongresse und Autorentouren. Dies eröffnete den Weg, wieder hundertprozentig selbständig zu sein. Seit Februar 2010 wohnt die Einzelunternehmerin in Berlin. Eine emotionale Entscheidung sei das gewesen und die Chance, meine Lebensphilosophie in Berlin einzubringen. Sie organisiert individuelle Veranstaltungen oder Vorträge, vermittelt Referenten oder begleitet Autoren auf Vortrags- und Lesereisen durch das Land. Gandhi oder Frances Moore Lappé sind Vorbilder für sie. Eine zehntägige Autorenreise durch Deutschland mit der amerikanischen Aktivistin gegen den Hunger und Trägerin des Alternativen Nobelpreises zählt Annegret Torspecken zu ihren schönsten beruflichen Erlebnissen.
Eine strikte Trennung von Arbeit und Freizeit kennt die Netzwerkerin für Nachhaltigkeit nicht. Immer ist sie auf der Suche nach neuen Trends und Erkenntnissen. „Mein Leben ist, was ich tue“, sagt sie dazu. Ich möchte bei ‚at-connect’ Menschen und Projekte vorstellen, die an der Basis arbeiten, um die Welt zu einem besonderen, echten und wertschätzenden Platz zu machen, der ein nachhaltiges Leben für alle Wesen in allen Teilen des Planeten erschafft. Dazu kooperiert sie mit vielen freien Mitarbeitern und Unternehmen. Loyalität, Authentizität, Ehrlichkeit und Fairness seien die Grundlagen für ein erfolgreiches Zusammenwirken.
Einige neue Projekte befinden sich noch in der Entstehungsphase.
Eine Veranstaltungsreihe, in der sich die derzeit führenden Disziplinen mit den Alternativen
sowie mit den Teilnehmern nicht nur austauschen, sondern auch gegenseitig ‚befruchten’, ist
einer ihrer Träume.
Die Definition von Erfolg sollte man nicht anderen überlassen, meint die 50jährige, denn:
Text: Dagmar Möbius Fotos: Steffi Behrmann, Annegret Torspecken ************************ at-connect
|
| |||||||||||||
|
|
|||||||||||||||
| |||||||||||||||