:: bei Facebook
:: on Twitter
:: XING
:: Unser Blog
:: Newsletter

Zwischen Büchern, Fotografien und persönlichen Erfahrungsgeschichten

Portrait der Fotografin, Autorin und Frauennetzwerk-Expertin  Eva Hehemann

Sie organisiert mit Schwung ihren privaten und beruflichen Alltag. Sie und ihr Mann – ein freier Grafiker und Buchgestalter – leben eine moderne Partnerschaft. Gemeinsam gestalten sie ihr privates und berufliches Leben. „Was uns im kleinen Rahmen gelingt, das wünsche ich mir auch für unsere Gesellschaft“, sagt Eva Hehemann, Autorin des Buches „frauengesellschaft(en) in Deutschland – von der privaten Feier bis zum Berufsverband“.

Eva Hehemann und ihr Buch
Eva Hehemann und ihr Buch

Männer und Frauen seien auch heute nicht gleichberechtigt. „Anerzogene Rollenvorstellungen verhindern grundsätzliche Veränderungsprozesse.“ stellt die zweifache Mutter fest. Frauen erführen gerade im beruflichen Hinblick eine defizitäre Darstellung in den Medien und in der Gesellschaft. Die Betonung ihrer besonderen Talente und speziellen Fähigkeiten käme zu kurz. Stattdessen würde ihnen suggeriert, dass sie sich noch mehr verändern und anpassen müssen, um erfolgreich zu sein sowie ihren Teil an gesellschaftlicher Macht und Führung beanspruchen zu können.

Ein Jahr lang ist Eva Hehemann durch Deutschland gereist und hat sich zahlreiche, unterschiedlichste Frauen-Initiativen angeschaut.
Es war eine Entdeckungsreise der ganz besonderen Art. Anfangs von einer Freundin angestiftet, die wachsende Anzahl von Frauen-Parties fotografisch zu porträtieren, sei zunehmend der Wunsch in ihr entstanden, der Sache ausführlicher auf den Grund zu gehen.

Frauennetzwerk
Beim Unternehmerinnenabend in Berlin

„Ich hatte ja keine Ahnung, welche Vielzahl an Frauennetzwerken es bereits in Deutschland gibt,“ berichtet Eva Hehemann zu ihren Recherchen.

Die gebürtige Kölnerin hat einen großen Teil ihrer Kindheit in Aachen verbracht, bevor sie in Köln ihren Schulabschluss machte. Nach ihrer Lehre zur Fotografin in München, studierte sie in Köln Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft.

Ihre Vorliebe für das Verlagswesen verschlug sie zunächst nach Bern, wo sie als Lektorin beim Benteli Verlag tätig war. 1988 ging Eva Hehemann nach London, um als Buchgestalterin bei Thames and Hudson zu arbeiten. 1990 gewann das von ihr gestaltete Buch „Pop Art“ den ersten Preis unter den schönsten Büchern des Jahres. 1992 ging sie zurück nach Deutschland und arbeitete als Herstellerin in München. Zuerst beim Schirmer / Mosel Verlag und danach beim Gräfe und Unzer Verlag, bevor sie sich 1997 als freie Fotografin selbständig machte. 2003 zog sie mit ihrem Mann und den zwei Kindern zurück nach Köln, ihre Heimatstadt.

Köln
Köln, Eva Hehemanns Geburtsort

„Fotografieren schult das Auge, erhöht die Aufmerksamkeit und Sensibilität.“ antwortet Eva Hehemann auf die Frage, was sie an der Fotografie so fasziniere. Wenn sie fotografiere, sei sie hochkonzentriert und bekomme viel mehr mit.

Sie sei immer auf der Jagd nach dem besonderen Augenblick, der besten Perspektive, nach der Schönheit im Alltäglichen.

Sein fertiges Buch in einer Buchhandlung zu sehen, sei für einen Buchgestalter einfach toll, gibt die Autorin mit Begeisterung zu. Sie findet es spannend, eine Idee auf eine neue, für den Betrachter bzw. Leser nachvollziehbare Weise darzustellen. "Es ist nicht leicht, heutzutage in der Schwemme der Bücher noch ein Thema zu finden, zu dem es nicht bereits mehrere Veröffentlichungen gibt. Ich bin wirklich stolz, dass es mir gelungen ist, mein Thema Frauen-Netzwerke ganz neu und einzigartig darzustellen."

Darüber hinaus hat Eva Hehemann bei ihrer Arbeit am Buch auch ihre Mission gefunden. Sie ist mittlerweile Mitglied in mehreren Frauen-Verbänden und engagiert sich intensiv für frauenpolitische Fragen. "Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal als Feministin enden würde. Zwar galt ich als junges Mädchen schon als sehr emanzipiert, aber das war eigentlich für mich nicht frauenpolitisch motiviert, sondern entsprang meinem starken Gerechtigkeitssinn."

Eva Hehemann bemüht sich darum, die vielen verschiedenen Frauen-Verbände besser miteinander zu vernetzen. Sie ist eine von drei Regionalsprecherinnen des Journalistinnenbundes in Köln sowie Projektleiterin für das jährlich erscheinende Verbandsmagazin der BücherFrauen.

Verbandsmagazin der BücherFrauen Ausgabe 2011/12
Verbandsmagazin der BücherFrauen
Ausgabe 2011/12

Für interessierte Verbände hält sie Vorträge über ihr Buch oder verwandte Themen. "Es macht mir großen Spaß, bei Netzwerk-Treffen die anwesenden Frauen zu lebhaften Diskussionen anzuregen und sie so dazu zu inspirieren, Ideen für ihre Lobby-Arbeit zu entwickeln." sagt Eva Hehemann.

Ihr weiteres Interesse gilt der Kunst und Kultur – auch wenn dies in den letzten Jahren hinter den Frauen zurückstehen musste.

Was erwartet sie von der Zukunft?

Die digitale Umwälzung der Medien-, insbesondere der Buch-Branche, fasziniert sie. Eva Hehemann steht den Entwicklungen offen gegenüber und freut sich darüber, dass auch im Internet so viele Frauen-Netzwerke vertreten sind, z.B. Plattformen wie Unternehmerinnen.org,  wo Frauen besonders in beruflicher Hinsicht Unterstützung finden.

"Ich bin froh, dass ich dieses Unternehmerinnen-Netzwerk durch die Arbeit an meinem Buch kennengelernt habe. Es ist ein gelungenes Beispiel für erfolgsorientiertes Netzwerken unter Frauen. Hier können wir zu unseren eigenen Bedingungen miteinander in Kontakt kommen, uns austauschen und Kooperationen bilden. Wir sollten keinen Bereich unserer Gesellschaft nur den Männern überlassen. Wenn wir uns zusammen tun, können wir auch überall starke Auftritte hinlegen!"

Was wünscht sie sich für ihre berufliche Zukunft?

Eva Hehemann freut sich über jeden Auftrag, der sie als Fotografin fordert. Auf ihrer Homepage unterhält sie eine umfangreiche Bilderbank, die Beispiele aus der ganzen Bandbreite ihrer fotografischen Arbeit enthält, nach Themenbereichen geordnet. Reise und Natur, vor allem aber Event und Portrait sind ihre Aufgaben-Gebiete.

Durch ihr Buch hat sie aber auch das Schreiben von Artikeln und Interviews für sich entdeckt und findet: „Journalistische Arbeit ist wirklich aufregend: ich kann mich mit Menschen und Ereignissen intensiv auseinandersetzen, mit denen ich sonst wahrscheinlich nicht in Berührung kommen würde. Für einen neugierigen Menschen ist das äußerst reizvoll.“

Buchvorstellung
Buchvorstellung

Sie hat auf ihrer Reise durch Deutschland gelernt, bei privaten oder öffentlichen Veranstaltungen zu arbeiten, ohne mit ihrer Kamera zu stören oder damit die Abläufe zu beeinflussen. Dabei bemüht sie sich stets, mit unvoreingenommenem und wohlwollendem Blick auf Menschen und Ereignisse zu schauen. „Inzwischen wissen die Leute, die meine Bilder kennen, dass sie vor mir und meiner Kamera keine Angst haben müssen. Sie bleiben ganz entspannt und sind sie selbst. Da ist es nicht mehr schwer, wirklich gute Bilder zu schießen.“

Wer sich mit Eva Hehemann vernetzen möchte, kann sie über ihr Profil bei Unternehmerinnen.org oder ihre Homepage erreichen, sowie über ihre Profile bei Xing und facebook Frauengesellschaft(en).

Text © Beate Gajek-Czerwon
Fotos © Eva Hehemann

Portrait des Monats

Dr Gudrun Wolf
Dr. Gudrun Wolf

Gründungsexpertin

Unternehmerinnenabende

21.05.2012 19:30
Warum Coaching? Infoabend in Berlin Pankow
mehr...

23.05.2012 09:30
TWIN-TwoWomenWin–das Mentoringprogramm der Käte-Ahlmann-Stiftung stellt sich vor
mehr...

09.06.2012 10:00
6. Berliner Unternehmerinnentag
mehr...

weitere Veranstaltungen

    
 

Diese Seite bookmarken Seite bookmarken  |  Linksammlung  |  Sitemap  |  Impressum

© Unternehmerinnen.org
Datenschutz