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"Mit Herz und Schnauze"

Monika Derkow unterstützt Unternehmer und Freiberufler

Schon mit zwölf Jahren wusste Monika Derkow, was sie werden wollte: Flugbegleiterin. Sie wurde es auch. Knapp 18 Jahre betreute die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin Gäste über den Wolken. Lächeln inklusive. Vor fünf Jahren gründete sie den Telefon- und Büroservice smile! in Berlin. Und ist überzeugt davon, dass sich Lächeln durch den Hörer überträgt.

Monika Derkow
Monika Derkow

Ein Jugendbuch bereitete den Weg. An den Titel kann sich Monika Derkow nicht mehr erinnern. Doch die Geschichte, die sie mit zwölf Jahren las, bewegte sie nachhaltig: sie wollte Flugbegleiterin werden.

Nach dem Abitur, dem Besuch einer Sprachenschule und einer Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin flog die gebürtige Berlinerin zunächst für Aeroamerica, später 16 Jahre für British Airways. Mit vielen verschiedenen Menschen zusammen zu arbeiten, machte mir immer Spaß, sagt sie, mich um Leute zu kümmern und dafür zu sorgen, dass sie sich wohlfühlen, ist mir wichtig.

16 Jahre im Dienste von British Airways
16 Jahre im Dienste von British Airways

Der politische Umbruch 1989/90 brachte für Monika Derkow nicht nur eine berufliche Wende. Als sich die Fluglinien der Alliierten veränderten, und sie 1992 nicht übernommen wurde, musste sie zusätzlich eine private Trennung verkraften.

Mit Ende 30 war ich damals schon zu alt für's Fliegen, deshalb entschied ich mich, etwas ganz anderes zu machen.

Schon in ihrer Zeit als Flugbegleiterin hatte sie zusätzliche Aufgaben übernommen: Dienstpläne erstellt, Mitarbeiter geführt, bei der Bestückung geholfen und im Qualitätszirkel mitgearbeitet.

Nach einer Umschulung zur Industriekauffrau konnte die heute 55jährige ihre Fähigkeiten nun auf dem Boden der Tatsachen unter Beweis stellen. Den Einstieg in eine neue Berufswelt sieht sie heute als Start im neuen Traumberuf. Ansprechpartner zu sein und Menschen Orientierung zu geben, füllt sie bis heute aus. Ich kann nicht einfach vor mich hinarbeiten, ich muss mich engagieren, erklärt sie. Ob im Motorradwerk, bei einer Weiterbildungsakademie oder im Sanitärgroßhandel.

Ihre einstige Chefin Ellen Uloth ist heute ihre Freundin und Geschäftspartnerin. Deren Erfahrungen in der Entwicklung, Konzeption, Vermarktung und Organisation von Bildungsveranstaltungen führten zu der Idee, Trainer mit einem Büroservice zu entlasten. Schlechte Kopien, schlechte Erreichbarkeit und eine oft nicht optimale Organisation ermutigten uns dazu, erinnert sich Monika Derkow.

Die Selbständigkeit baute sie schrittweise mit ihren Partnern auf. Während das Konzept entwickelt wurde, jobbte sie. Unter anderem in einem Kochstudio. Das ist noch heute ihr treuer Kunde. Am 1. Januar 2005 gründete die dynamische Dienstleisterin schließlich ihr Unternehmen smile!.

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Drei "smilies": Monika Derkow und das Ehepaar Uloth

Ihr Slogan Mit Herz und Schnauze ist auch ihr Lebensmotto. Er kennzeichnet Monika Derkows Arbeit und ihre Art mit Menschen umzugehen. Mitdenken und Handeln sieht sie als ihre Hauptaufgabe. Telefonieren ist für sie eine Schlüsselqualifikation, bei der es weniger auf Fachwissen als vielmehr auf soziale Kompetenz ankomme.

Der Anrufer hört, wie man sitzt und wie man denkt, ist sie überzeugt, er möchte nicht wie die Nummer 518 abgefertigt werden, deshalb gebe ich ihm das Gefühl, dass er mir wichtig ist.

Inzwischen ist smile! ein Servicebüro für Unternehmer verschiedenster Branchen geworden, die allein kein Sekretariat auslasten würden und doch nicht auf eine professionelle Unterstützung verzichten wollen. Vier Teilzeitkräfte arbeiten für Firma. Einer Mitarbeiterin verdankt Monika Derkow ihr schönstes Erlebnis als Unternehmerin. Diese hatte gesagt: Ich geh nicht zur Arbeit, ich gehe zu ‚smile’!

Immer ein Lächeln in der Stimme: Monika Derkow
Immer ein Lächeln in der Stimme: Monika Derkow

Erst kürzlich bezog die Firma neue Büroräume in Berlin-Charlottenburg. Der dritte Umzug seit der Gründung. Wir entwickeln uns ständig weiter, erklärt Monika Derkow dazu.

Sie selbst sieht sich momentan auf dem Weg von der Selbständigen zur Unternehmerin. Das heißt für sie, Tagesaufgaben nach und nach an die Mitarbeiterinnen zu übergeben,- nicht zu delegieren, wie sie betont. Loyalität und professionelles Engagement sowie die Bereitschaft, sich fachlich und vor allem menschlich weiterzuentwickeln, hält sie für unerlässlich.

Irgendwann würde sie mit Freunden und Geschäftspartnern gern ein Mehrgenerationenwohnprojekt verwirklichen, mit angegliedertem Tagungshaus. Und in ein paar Jahren möchte ich so viel Geld zur Verfügung haben, dass ich eine gute Sache großzügig unterstützen kann, eine Stiftung gründen beispielsweise, blickt sie in die Zukunft. Auf jeden Fall sei es immer wichtig, miteinander zu reden:

Dann lassen sich (fast) alle Probleme lösen.

Text: Dagmar Möbius
Fotos: Monika Derkow

smile! GbR
Gierkezeile 12
10585 Berlin
Fon +49 (0)30 / 30 30 68 -110
Fax +49 (0)30 / 30 30 68 -118

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Judit Landstoff
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