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Unikate mit Dackel-Maskottchen...
Christine Amelie Bünning ist freiberufliche
Kunsthandwerkerin
Die seit 2003 selbständige Kunsthandwerkerin Christine Amelie Bünning wäre beinahe Berufsmusikerin geworden. Nun erfreut sie klein und groß mit ausgefallenen Unikaten. Der Musik ist sie trotzdem treu geblieben. Seit ihrem fünften Lebensjahr spielt die gebürtige Berlinerin Geige und studierte an der Hanns-Eisler-Musikhochschule im Fach Violine. Ein Ausreiseantrag aus der DDR und der daraus resultierende Studienabbruch ließen den Weg der heute 41jährigen anders verlaufen als geplant.
Sie absolvierte eine Bankausbildung und war 14 Jahre bei einer Bank angestellt, zuletzt als
Filialleiterin. Nachdem ihr Sohn Robert 2001geboren wurde, schien ihr eine Rückkehr in den
Vollzeitjob unmöglich. Zunächst gab sie Geigenunterricht.
Irgendwann brachte mich eine Freundin auf die Idee der Selbständigkeit. Ich hatte schon als Kind gern und viel gebastelt, erzählt sie. Wir haben in unserer Familie fast alles ausprobiert, was an Handarbeiten und Basteleien möglich war. 2003 machte Christine Bünning ihr Hobby zum Beruf und wurde selbständige Kunsthandwerkerin.
Ihr zweiter Vorname Amelie, der übrigens tatsächlich in ihrem Ausweis steht, gab der jungen Firma
einen Namen, mit dem jeder andere Assoziationen verbindet. Das ist durchaus gewollt.
Amelies Ideen für klein und groß setzt individuelle Ideen und Kundenwünsche um. Jedes Werk
wird in Handarbeit gefertigt und ist ein Unikat. Die Preise werden häufig mit dem Kunden gemeinsam
kalkuliert. Vorrätige Einzelstücke sind über den Online-Shop DaWanda erhältlich.
Das Firmen-Maskottchen auf einer Decke
Das heutige Unternehmensmaskottchen ist ein verselbständigter Kundenwunsch. Ein Bekannter suchte ein Geschenk für sein Patenkind und hatte gehört, dass ich auch Krabbeldecken nähe. Als ich ihm ein paar Entwürfe gezeichnet hatte, fragte er plötzlich, ob ich auch Dackel kann, lacht Christine Bünning. Seitdem ziert der Dackel sogar das Firmenlogo. Ein selbstgenähter Stoffdackel sitzt in ihrem Atelier.
Decken und Kissen, Schmuck, Taschen, bemalte Schuhe, Wandläufer, Marionetten und Puppen, Plüsch-Tiere, Kleidung, Bucheinbände und Fotoalben, Bilder, Spiegel, Wandschmuck oder Adventskalender und Adventsschmuck – es gibt kaum etwas, das die Lichterfelder Amelie nicht umsetzen könnte. Der momentane Renner sind meine Ordnungshüter, berichtet sie, Kleinmöbel und Nähkästen, die ich individuell bemale und gestalte.
Ordnungshüter zur Einschulung
Einmal im Monat verschickt sie Themen-und Ideen-Newsletter an Interessierte. Eine weitere Marktlücke scheint sie entdeckt zu haben und ist verwundert, dass noch niemand darauf kam. Als nach wie vor aktive Geigerin spielt sie im Akademischen Orchester Berlin und hat gelegentliche Kammermusikauftritte. Einen Geigen-Schlafsack, eine verzierte Schutzhülle für ihre Viertelgeige, wie ihn ihr einst ihre Oma nähte, hatte niemand. Seit einem reichlichen Jahr entwerfe und nähe ich unter dem Namen abbellimento - d. i. italienisch für 'Verzierung' - Geigendecken.
Die Kunden finden zu Christine Amelie Bünning am häufigsten durch Mund-zu-Mund-Propaganda.
Das ist neben meinen Internetpräsenzen die wichtigste Werbung für mich, betont die
freiberufliche Einzelunternehmerin.
Traurig über ihren beruflichen Umweg ist sie nicht. Im Gegenteil. Sie meint: „Man kann vieles erreichen, wenn man sich nicht auf einen erlernten Beruf festlegt, sondern kreativ an die Bedingungen des Lebens herangeht, Herausforderungen annimmt und nach vorn schaut.“ Ihr Lieblingsstück, das Violinkonzert von Mendelsohn-Bartholdy, spielt sie selbst nur noch selten. Dafür bringt sie vielen Menschen Freude mit persönlichen, individuellen Unikaten. Mit oder ohne Dackel.
Text: Dagmar Möbius
Kontakt:
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