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THINK BIG!
Sharon Adler und ihr Online-Magazin für Frauen AVIVA-Berlin.de AVIVA-Berlin, das verlagsunabhängige Online-Magazin für Frauen hat sich einen festen Platz in der Medienlandschaft erobert. Am 01. Februar 2010 feierte das AVIVA-Berlin seinen 10.Geburtstag. Schon das allein ist ein großer Erfolg, den nicht viele IT-Projekte verzeichnen können.
Sharon Adler
Sharon Adler, eine agile Frau und Motor dieses, am häuslichen Küchentisch entstandenen Projekts, wurde 1962 in Berlin geboren und absolvierte nach dem Abitur eine mehrjährige Ausbildung als Fotografin (IHK Abschluss 1983). Danach arbeitete sie einige Jahre als freiberufliche Fotografin. Bereits 1987 eröffnete sie ihr erstes Fotostudio, und noch heute ist das Fotografieren und die Firma Pixelmeer ihr zweites Standbein neben dem erfolgreichen Online-Projekt AVIVA-Berlin geblieben. Bei Pixelmeer entstehen Portraits von AutorInnen, SchauspielerInnen, KünstlerInnen, MusikerInnen, UnternehmerInnen für PR, Verlage, Broschüren und Veröffentlichungen – immer perfekt ausgeleuchtet und schön in Szene gesetzt. Das Online Magazin AVIVA-Berlin startete sie nach etwa einem halben Jahr Vorbereitungszeit zusammen mit der Graphikerin Gerlinde Behrendt und der IT-Expertin Susanne Appelt (Digitale Manufaktur), sowie verschiedenen freien Redakteurinnen, Grafikerinnen, Programmiererinnen am 01. Februar 2000. Das war noch auf dem Höhepunkt des IT-Booms, was Vorteile z. B. hinsichtlich der Finanzierung brachte. Dass AVIVA-Berlin sich aber auch durch die IT-Krise hindurch erfolgreich gehalten hat, liegt zweifellos am gut durchdachten Konzept.
Dem Projekt zugrunde liegt die Idee, im Internet – 24 Stunden täglich verfügbar – eine bunte Themenpalette aus Frauensicht zu behandeln. Die herkömmliche Berichterstattung berücksichtigt Frauen und ihre tatsächlichen Belange wenig - im Internet genauso wie in den anderen Medien. Frauen werden hier nicht als vielschichtige Wesen erkannt, die sich für verschiedenste Dinge interessieren – nicht nur für die klassischen Frauenmagazin-Inhalte.
AVIVA-Berlin setzt gender-sensitive Impulse und gibt die unterschiedlichsten Informationen entsprechend aufbereitet weiter. Neben Veranstaltungstipps, werden täglich Beiträge für die Ressorts Women + Work, Computer, Kultur, Wissenschaft, Jüdisches Leben, Politik + Wirtschaft, Move + Relax, Gewinnspiele, Animé + Comics publiziert. Mit ihrer frauenpolitisch engagierten Berichterstattung ist AVIVA-Berlin Vorreiterin in einem frauenpolitischen Tätigkeitsbereich. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist bestimmt durch den Einsatz für eine interkulturelle Verständigung und gegen Rassismus und Antisemitismus. So werden in der Serie WorldWideWomen regelmäßig Frauen aus aller Welt, die in Berlin leben, vorgestellt. Die Grundidee dabei ist, kulturelle Hintergründe, Meinungen vorzustellen und einen Austausch zwischen den unterschiedlichen Kulturen voran zu bringen. In der Rubrik Jüdisches Leben wird kulturelles und religiöses Erbe transparent gemacht und auf Initiativen, Workshops, Ausstellungen etc. hingewiesen. Die Rubrik Jüdinnen stellt Frauen vor, die im kulturellen, politischen und wissenschaftlichen Bereich tätig sind und sich aktiv mit ihrer Identität auseinandersetzen. Analog berichtet AVIVA auch über vergessene jüdische und nicht-jüdische Künstlerinnen und andere Frauen aus den Bereichen Kultur und Wissenschaft und bringt dadurch Vorbilder für eine weibliche Identität ins Bewußtsein. Es geht uns bei AVIVA-Berlin darum, komplexe Sachverhalte transparent zu machen. Das geschriebene Wort steht im Vordergrund. Grafiken unterstützen den Text. Jetzt fehlt nur noch der Ton. Den möchten wir als nächstes hinzufügen. Meine persönliche Vision ist ein crossmediales Medium für die Region Berlin. Eine AVIVA-Print, eine AVIVA-Online, eine AVIVA-TV und eine Radiosendung kann ich mir gut vorstellen. So Sharon Adlers Vorstellungen über eine Weiterentwicklung ihres Projektes. AVIVA-Berlin bietet neben vielfältigen Informationen auch eine gute Plattform zur PR für Frauen. Frauen können hier für sich, ihre Produkte, Dienstleistungen und ihre Unternehmen werben. AVIVA-Berlin bietet aber auch weiterführende PR, gestaltet Kampagnen, Websites, Logi etc.
2006 hatte sich Frau Adler noch etwas besonderes vorgenommen, nämlich die Realisierung ihres
Fotoprojekts
Frauen und ihre Autos:
Sharon Adler mit ihrem Auto
Sharon Adlers Idee ist es, dieses Thema neu zu beleuchten. Frauen mit Vorbildcharakter aus Kultur und Politik stellen sich und ihr Verhältnis zum Auto vor, transportiert durch Fotos von Frau Adler. Das Verhältnis Frau und Auto war lange Zeit entweder geprägt durch Witze über das Unvermögen vonFrauen am Steuer, oder Frauen erschienen als dekoratives Element in der Werbung der Automobilindustrie. Mit diesen Klischees bricht Sharon Adler und bildet Frauen von heute mit ihren Autos von heute und gestern ab. Ausgehend von der Grundkonstellation Frau vor/neben/auf/ Auto, die in der Werbung eine lange Geschichte hat, werden von ihr Variationen und Neudefinitionen gefunden.
So voller Power und mit vielen, vielen Ideen, glaubt man nicht, dass Sharon Adler auch die
Krisen einer jeden Selbständigen kennt. Dennoch, auch die gibt es... Was hilft ihr, Krisen aktiv zu
meistern?
Mit Tochter Mara und Hund
Und welchen Rat gibt Frau Adler Gründerinnen mit auf den Weg? Ein guter Businessplan, von mindestens fünf ehrlichen Menschen gegengelesen und eine fundierte Marktbeobachtung können nicht schaden. Kreative Ideen sind gut, wenn aber die Vermarktung, die PR und das marktwirtschaftliche Know How fehlen, sollten unbedingt Profis mit in´s Boot geholt werden. Ein zweites Standbein ist ebenfalls hilfreich. Am besten ist es, wenn frau all ihre Fähigkeiten analysiert und diese zu einer Geschäftsidee ausbaut, die sich optimalerweise positiv von allen anderen abhebt. Also Nischen finden und nicht den fünften Blumenladen in derselben Strasse aufmachen. Wichtig ist auch, das eigene Unternehmen ab und an aus einer anderen Perspektive als der eigenen zu betrachten. Hier kann professionelle Beratung eine gute Hilfe sein. Und natürlich immer wieder neue Ideen entwickeln, in alle Richtungen denken. Kooperationspartnerinnen suchen. Netzwerke können hierbei sehr hilfreich sein. Konkurrenzdenken sollten Frauen, wenn sie erfolgreiche sein wollen, zulassen – Frauen haben häufig ein Problem damit. Und: Darlehensanträge durchsetzen und keinesfalls zu wenig Geld beantragen. Kurzum: Think big! |
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